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WordPress: Gute Vorsätze für 2017

Bei WordPress hat man bereits gute Vorsätze für das Jahr 2017 gefasst. So wird es zum Beispiel kein festes Datum mehr für neue Versionen geben. In seiner Rede „State of the Word 2016“ hat Matt Mullenweg eine Änderung des Entwicklungszyklus angekündigt, zum einen um Module weiterzuentwickeln, die mehr Zeit benötigen als ein üblicher Updatezyklus erlaubt, und zum anderen um die Benutzer stärker in die Entwicklung einzubinden. Ein weiterer guter Vorsatz: Es werden nur noch Provider promotet die standardmäßig sowohl SSL Zertifikate als auch PHP 7 in ihren Hostingpaketen anbieten. Zwar ändern sich die Mindestvoraussetzungen für WordPress (noch) nicht aber damit ist der Weg für mehr Sicherheit geebnet. Alles Weitere zu den Neuerungen erfahren Sie im Video auf dem neuen WordPress.tv Youtube Channel.

Aber wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie Ihre Vorsätze schon gefasst? Für alle Unentschlossenen habe ich ein paar gute Vorsätze für WordPress zusammengestellt:

WordPress Umstellung auf SSL

Gönnen Sie sich und Ihren Kunden eine mit SSL verschlüsselte Webseite. Das gibt Ihren Kunden ein gutes Gefühl bei der Übermittlung von personenbezogenen Daten, verbessert Ihr Ranking bei Google und erfüllt z.B. bei WooCommerce Shops die Datenschutzbestimmungen in Deutschland. SSL Zertifikate gibt es bei vielen Providern in Form von Let’s Encrypt kostenfrei. Bei der Umstellung müssen Sie nur darauf achten, dass alle URLs in der Datenbank umgestellt werden.

WordPress Backups

Leider immer noch ein Thema, dass noch nicht bei allen Benutzern angekommen ist. Machen Sie täglich Backups Ihrer WordPress Installation, sowohl von der Datenbank, als auch von den Dateien. Gerade Online Shops, z.B. mit WooCommerce, sind vitale Systeme und ein Datenverlust hat dramatische Folgen. Die Sicherungen legen Sie am besten nicht nur auf dem Server des Providers ab, sondern auch auf einem externen System, wie z.B. einer Dropbox, einer Google Drive oder einem SFTP Server. Ich empfehle gerne die Plugins BackWPup oder Duplicator Pro.

WordPress aufräumen

Rund zwei Drittel der WordPress Installationen, die ich zur Pflege übernehme sind in einem bedauernswerten Zustand: Veraltete Plugins, inaktive Plugins und verwaiste Themes. Wie sieht Ihr WordPress aus? Löschen sie inaktive Plugins und Themes, sie sind unnötiger Ballast und möglicherweise ein Sicherheitsrisiko. Ersetzen Sie Plugins die vom Entwickler nicht mehr gepflegt werden. Vor allem beim Einsatz vieler Plugins als Erweiterung für ein anderes Plugin, so wie man es in WooCommerce Shops oft sieht, ist es besonders wichtig, dass diese mit der aktuellen Version des Hauptplugins kompatibel bleiben. Prüfen Sie auch ob solche Plugins eigene Tabellen in der WordPress Datenbank angelegt haben und löschen Sie diese mit den Plugins. Bei der Gelegenheit sollten Sie auch gleich unnötige Revisionen und Transients löschen. WP-Sweep leistet hierbei gute Dienste.

WordPress Updates

Viel zu viele WordPress Installationen sind veraltet. Laut den Statistiken waren am 1.1.2017 nur rund 22% der WordPress Installationen auf dem neuesten Stand und nur knapp 34% nutzen eine aktuelle PHP Version. Als Gründe geben WordPress Benutzer oft fehlende Zeit oder inkompatible Themes und Plugins an. Keiner dieser Gründe ist jedoch gerechtfertigt. Halten Sie Ihr WordPress, Plugins und Themes aktuell und beugen Sie aktiv Hacks und Problemen vor. Planen Sie für 2017 mindestens einen Tag pro Monat für Updates ein oder verwenden Sie Plugins wie z.B. MainWP um Ihre WordPress Installationen zu verwalten. Für Shopbetreiber mit WooCommerce empfiehlt sich zusätzlich eine Entwicklungsumgebung in der Updates vorab getestet werden können, denn nichts ist ärgerlicher als ein Online-Shop der nach einem Update nicht mehr funktioniert.

WordPress Optimierung und Absicherung

Hand aufs Herz, wann haben Sie sich zum letzten Mal wirklich Gedanken über die Sicherheit und die Performance Ihrer WordPress Installation gemacht? Nutzen Sie noch immer Limit Login Attempts und sind der Meinung mit dem über 5 Jahre alten Plugin gut abgesichert zu sein? Kämpfen Sie immer noch mit den Einstellungen von W3 Total Cache und sind einfach froh, dass es irgendwie läuft, wenn es läuft? Sehen Sie sich nach Alternativen um. Die Zeit bleibt nicht stehen und neue Produkte liefern bessere Ergebnisse bei gleichzeitig weniger Aufwand. Werfen Sie einen Blick auf Plugins wie z.B. All In One WP Security & Firewall für mehr Sicherheit und WP Rocket sowie Imagify Image Optimizer für mehr Geschwindigkeit.

Sie brauchen keine guten Vorsätze für WordPress?

Auch wenn WordPress einfach und mit wenig Vorkenntnis zu bedienen ist, benötigt es Pflege. Falls Sie sich bis heute nur selten oder gar nicht um die Wartung Ihrer WordPress Installation samt WooCommerce Shop, Event Ticketing System oder Download digitaler Produkte gekümmert haben, sollten Sie das im Jahr 2017 ändern. Nur weil Sie bis jetzt keine Probleme hatten oder gehackt wurden, bedeutet das nicht, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Die Erfahrung zeigt, dass 95% aller Hacks auf veraltete Versionen von Plugins, Themes und WordPress zurückzuführen sind.

Während private Anwender bei einer Vernachlässigung ihrer WordPress Installation ‚nur‘ ihre Zeit  riskieren, spielen Unternehmer mit dem Feuer. Neben hohen Kosten, Umsatz- und Reputationsverlusten, müssen auch rechtliche Konsequenzen in Betracht gezogen werden. Geschäftliche Anwender, denen die Zeit oder das Fachwissen fehlt um die obigen „guten Vorsätze“ umzusetzen, können entsprechende Serviceverträge und Dienstleistungen bei mir buchen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr und viel Erfolg beim Umsetzten der Vorsätze für WordPress, WooCommerce & Co.

WordPress Vorsätze für 2017